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Sind Zahnröntgenaufnahmen sicher? Strahlendosis bei Panorama-, Zahnfilm- und DVT-Aufnahmen

Die in der Zahnmedizin verwendeten Röntgenarten, was die erhaltene Dosis im Alltag bedeutet, Röntgen in Schwangerschaft und bei Kindern, wie oft geröntgt wird und Schutzmaßnahmen.

Sind Zahnröntgenaufnahmen sicher? Strahlendosis bei Panorama-, Zahnfilm- und DVT-Aufnahmen — Illustration
Kurz gesagt

Zahnröntgenaufnahmen gehören zu den strahlungsärmsten Untersuchungen der medizinischen Bildgebung: Ein kleiner Zahnfilm entspricht etwa 1–8 Mikrosievert, eine Panoramaaufnahme 10–25 Mikrosievert — das Mehrfache der Dosis, die man an einem Tag aus natürlichen Quellen erhält (~8 µSv). Bei Bedarf können sie auch in der Schwangerschaft und bei Kindern angefertigt werden; Bleischürze und Schilddrüsenschutz werden verwendet.

Warum ist Röntgen nötig?

Was bei der Untersuchung mit dem Auge sichtbar ist, ist nur ein Teil des Zahns. Karies zwischen den Zähnen, Karies unter Füllungen, Entzündung an der Wurzelspitze, Knochenabbau, verlagerte Zähne, Zysten und Tumoren sowie das Knochenangebot für ein Implantat lassen sich nur im Röntgen beurteilen. Geröntgt wird nicht „jedes Mal“, sondern nach Befund und Risiko.

Arten und ungefähre Dosen

UntersuchungWas sie zeigtEffektive Dosis (ca.)
Zahnfilm (periapikal)Wurzel und Umgebung von 1–3 Zähnen1–8 µSv
BissflügelApproximalkaries an den Seitenzähnen2–5 µSv
Panorama (OPG)Alle Zähne, Kiefer, Gelenke10–25 µSv
Fernröntgen (FRS)Seitliche Schädelaufnahme für die Kieferorthopädie2–6 µSv
DVT (3-D)Knochen/Kanal/Implantatplanung in 3-D20–200 µSv (je nach Feld und Gerät)

Zum Vergleich: Die natürliche Umgebungsstrahlung in der Türkei beträgt ~2.400 µSv pro Jahr (~7 µSv pro Tag); ein Flug Istanbul–London ~20–40 µSv; eine Lungenaufnahme ~100 µSv; ein Bauch-CT ~8.000–10.000 µSv. Digitale Sensoren haben die Dosis gegenüber alten Filmen um 50–80 % gesenkt.

Wie oft?

  • Neupatient: Meist Panorama; bei Bedarf Einzelaufnahmen.
  • Erwachsene mit hohem Kariesrisiko: Bissflügel alle 6–12 Monate; bei niedrigem Risiko alle 2–3 Jahre.
  • Wurzelkanalbehandlung: Kontrollaufnahmen vor, während und nach der Behandlung.
  • Implantat: Panorama + meist DVT (Knochenangebot, Lage von Nerv und Kieferhöhle).
  • Kinder: Nur bei Bedarf; je nach Kariesrisiko Bissflügel alle 1–2 Jahre, Panorama bei verlagerten Zähnen.

Röntgen in der Schwangerschaft

Beim Zahnröntgen ist der Strahl auf den Kopf begrenzt; der Bauch wird mit Bleischürze geschützt. Eine notwendige Aufnahme (z. B. Abszessverdacht) wird in der Schwangerschaft nicht verschoben; nicht dringende Aufnahmen können auf die Zeit nach der Geburt warten. Sagen Sie Ihrem Zahnarzt unbedingt, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten. Mehr: Zahngesundheit in der Schwangerschaft.

Bei Kindern

Weil kindliches Gewebe strahlenempfindlicher ist, gilt das Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ noch strenger; Kindereinstellungen, schnelle Sensoren und Schilddrüsenschutz werden verwendet. Verlagerte Zähne, Trauma, Kariesverlauf und kieferorthopädische Planung erfordern Röntgen.

Schutz

  • Bleischürze und Schilddrüsenkragen
  • Digitaler Sensor, Kollimation (der Strahl wird auf das nötige Feld begrenzt)
  • Richtige Positionierung, um Wiederholungen zu vermeiden
  • Mitbringen aktueller Aufnahmen aus anderen Praxen — vermeidet unnötige Wiederholungen

Häufige Fragen

Röntgen in der Stillzeit? Ja; die Milch wird nicht beeinflusst.

Ist die DVT bei jedem Implantat Pflicht? In den meisten Fällen wird sie zur sicheren Planung empfohlen; bei einfachen Einzelzahnfällen kann ein Panorama reichen, die Entscheidung trifft der Zahnarzt.

Tut Röntgen weh? Nein; bei Zahnfilmen wird die Positionierung für Patienten mit Würgereiz erleichtert.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information; Diagnose und individuelle Behandlung erfordern eine zahnärztliche Untersuchung.

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