Behandlungen · Kieferorthopädie

Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie korrigiert die Stellung der Zähne und die Lage der Kiefer zueinander. Ziel ist nicht nur eine gerade Zahnreihe, sondern ein korrekter Biss, leicht zu reinigende Zähne und ein ausgewogenes Verhältnis für das Kiefergelenk.

Kurz gesagt

Die Kieferorthopädie begradigt engstehende, lückige oder falsch beißende Zähne mit Alignern oder Brackets. Die Behandlung dauert bei den meisten Erwachsenen 6–18 Monate, bei Kindern je nach Wachstum 12–24 Monate; danach wird ein Retainer lebenslang empfohlen. Es gibt keine Altersgrenze – Erwachsene können behandelt werden, solange Zahnfleisch und Knochen gesund sind.

Was wird behandelt?

  • Engstand und Lücken
  • Vorstehende obere Zähne oder vorstehender Unterkiefer
  • Tiefbiss, offener Biss, Kreuzbiss
  • Mittellinienverschiebung, gedrehte Einzelzähne
  • Platzschaffung oder Aufrichten von Zähnen vor Zahnersatz oder Implantat

Aligner

Eine Serie transparenter Schienen, digital geplant, von denen jede die Zähne einen kleinen Schritt bewegt. Sie werden 20–22 Stunden täglich getragen und zum Essen und Putzen herausgenommen. Erwachsene bevorzugen sie oft, weil sie kaum sichtbar und leicht zu reinigen sind; der Plan ist am Bildschirm zu sehen. Bei komplexen Kieferverhältnissen und großen Bewegungen kann eine feste Spange besser sein – das wird bei der Untersuchung entschieden.

Feste Zahnspange

Metall- oder zahnfarbene (Keramik-)Brackets auf den Zähnen und ein Draht bewegen die Zähne. Sie eignen sich für jede Art von Bewegung und arbeiten unabhängig von der Mitarbeit des Patienten; der Draht wird bei monatlichen Kontrollen angepasst.

Zeitpunkt bei Kindern

Mit etwa 7 Jahren ist eine erste kieferorthopädische Beurteilung sinnvoll; manche Wachstumsprobleme lassen sich in diesem Alter mit herausnehmbaren oder funktionellen Geräten leichter lenken. Mit 11–13 Jahren, wenn die meisten Zähne gewechselt sind, wird häufig fest behandelt.

Ablauf

  1. Unterlagen: Panorama- und Fernröntgen, Fotos, digitaler Scan oder Abdruck.
  2. Plan: bei Alignern eine Computersimulation von Zielstellung und Schienenzahl; bei Brackets die Art und ob Extraktionen nötig sind.
  3. Start: Übergabe der Schienen und Anbringen der Attachments oder Kleben der Brackets (1 Termin, 60–90 Min.).
  4. Kontrollen: alle 6–10 Wochen bei Alignern, alle 4–6 Wochen bei Brackets, 15–30 Min.
  5. Abschluss und Retention: Entfernen von Attachments/Brackets, Politur, fester und/oder herausnehmbarer Retainer.

Dauer

  • Leichter Engstand (Aligner): 4–8 Monate
  • Mittlere bis schwere Fälle: 12–24 Monate
  • Wachstumslenkung bei Kindern: 9–18 Monate, danach zweite Phase für die bleibenden Zähne

Patienten aus dem Ausland: Eine Aligner-Behandlung kann mit Kontrollen im Abstand von 2–3 Monaten und Foto-Updates dazwischen begleitet werden; das wird bei der Planung vereinbart.

Während der Behandlung

Ein Druckgefühl für 2–3 Tage nach jeder neuen Schiene oder Drahtanpassung ist normal. Aligner werden 20–22 Stunden täglich getragen und zu Mahlzeiten und zum Putzen entfernt. Bei Brackets harte und klebrige Speisen meiden, Interdentalbürsten und Zahnseide-Einfädler verwenden; Zahnfleischentzündung verlangsamt die Behandlung. Kontrollen nicht versäumen.

Nach der Behandlung: Retention

Zähne neigen dazu, zurückzuwandern. Deshalb wird nach der Behandlung ein dünner Draht hinter den Zähnen und/oder eine nachts getragene Schiene verwendet; das gehört zur Behandlung und dauert langfristig an.

Alternativen

Bei nur geringen Unregelmäßigkeiten und Farbproblemen der Frontzähne können Veneers schneller wirken, erfordern aber Beschleifen und korrigieren den Biss nicht. Deutliche skelettale Abweichungen werden bei Erwachsenen mit Kieferorthopädie plus Kieferchirurgie geplant.

Bitte beachten
  • Vor Behandlungsbeginn werden aktive Zahnfleischerkrankungen und Karies behandelt.
  • Aligner erfordern 20 Stunden Tragezeit täglich; ist das nicht möglich, ist eine feste Spange besser.
  • Deutliche skelettale Probleme brauchen bei Erwachsenen ggf. chirurgische Unterstützung.
  • Wird die Retention vernachlässigt, wandern die Zähne zurück.

FAQ

Kieferorthopädie

Aligner oder feste Spange?

Bei leichtem bis mittlerem Engstand und Lücken funktionieren beide; Aligner punkten bei Hygiene und Unsichtbarkeit, Brackets bei Kontrolle und größeren Bewegungen. Die Entscheidung beruht auf Untersuchung und digitaler Planung.

Wie lange dauert die Behandlung?

Je nach Problem zwischen 6 und 24 Monaten. Kleine Korrekturen brauchen einige Monate, Bisskorrekturen 18–24 Monate.

Tut es weh?

Ein Druckgefühl und Empfindlichkeit für 2–3 Tage nach Drahtwechsel oder neuer Schiene sind normal; die meisten kommen mit einem leichten Schmerzmittel oder ganz ohne aus.

Müssen Zähne gezogen werden?

In manchen Fällen mit starkem Engstand ja. Heute lassen sich durch Dehnung und minimales Beschleifen der Kontaktflächen mehr Fälle ohne Extraktion planen; die Entscheidung fällt nach Analyse.

Trage ich die Aligner beim Essen?

Nein. Die Schienen werden zu Mahlzeiten, heißen Getränken und zum Putzen entfernt; beim Wassertrinken können sie drin bleiben. Sie müssen mindestens 20 Stunden täglich getragen werden.

Wie lange dauert die Retention?

Im ersten Jahr jede Nacht, danach langfristig nach Anweisung. Ein fester Draht hinter den Zähnen kann jahrelang bleiben.

Termin

Untersuchungstermin: Kieferorthopädie

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